Coppa Milano San Remo, 09. – 11.03.2007

In der bekannten Qualität hat es der Veranstalter MAC Events aus Turin zum fünften Mal wiederum geschafft, die rund 160 Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer entlang der Rallye-Route zu begeistern.

Wer bereits am Donnerstag nach Monza kam, hatte bereits Gelegenheit, sich registrieren zu lassen. Eine Grosszahl von Teilnehmern nutze die exklusive Möglichkeit am Freitagmorgen einige zusätzliche Runden auf der Formel 1 Piste in Monza zu absolvieren und die Höhe des eigenen Adrenalinspiegels zu testen. Welcome Desk und Wagenabnahme waren wir wiederum vorbildlich organisiert. Nach dem Fahrerbriefing erwartete die hungrigen Rallyeteams ein echtes italienisches Mittagsbuffet und die ersten Benzingespräche im multikulturellen Teilnehmerfeld nahmen ihren Lauf.

Fahrende Träume präsentierte das Museum Storico von Alfa Romeo mit Vor- und Nachkriegswagen sowie hochkarätigen Einzelstücken. So standen beispielsweise im Einsatz ein 6C 1500 S Castagna – 1929, ein 6C 1500 S Zagato – 1928, ein 6C 1750 Super Sport Zagato – 1929, ein 8C 2300 Le Mans – 1931, ein 6C 2300 Pescara – 1934 und ein 6C 2300 Mille Miglia aus dem Jahr 1938. Die auserwählten Lenker dieser Raritäten in ihren stilsicheren Alfa Romeo-Rennanzügen liessen keinen Augenblick ungenutzt, ihrer Freude und ihrem Stolz mit bedachten, aber kräftigen Beschleunigungsszenen Ausdruck zu verleihen. Applaudierende Zuschauer waren ihnen damit stets sicher. Gesamthaft ein starker Auftritt des Hauptsponsors der Coppa Milano-Sanremo am dritten offiziellen Trofeo Alfa Romeo.

Nach dem Start im Autodromo Nazionale Monza führte die Route am Freitag mit Polizeieskorten direkt in die Innenstadt von Mailand zum Dom. Ein weiterer Höhepunkt des ersten Tages bildete dabei die Präsentation jedes einzelnen Automobils auf dem Domplatz vor den leuchtenden Augen begeisterter italienischer Autofans.

Die erste Etappe am Freitag führte von Mailand nach Gambolò durch historische Dörfer und mitten durch mehrere Fussgängerzonen. Die enthusiastischen Zuschauer freuten sich jedoch sichtlich über die dröhnende Abwechslung.

Nach den ersten Sonderprüfungen des Tages führte die Route zum Mittagshalt traditionsgemäss auf das Weingut Monterotondo Ressort bei Gavi in der Nähe von Alessandria. Bei herrlichem Frühlingswetter stand ein Buffet mit Köstlichkeiten aus Keller und Küche bereit.

Der Nachmittag hatte es mit dem Befahren des Scoffera Passes und weiteren Sonderprüfungen in sich, bevor das erste Fahrzeug um 17.00 Uhr die hoch bevölkerte Promenade in Rapallo erreichte.

Der Rutapass bildete die erste Herausforderung der Sonntagsetappe. Hoch über der ligurischen Küste mit fantastischem Meerblick entzückte die Ambiente in der Morgensonne Italiens. Über ambitiöse, schmale und steile Strässchen erreichten die Teilnehmer gegen 11.00 Uhr Genua zum Mittagshalt im ehrwürdigen Palazzo Ducale. Dass die Fahrzeuge in Polizeibegleitung durch Einbahnstrassen, über Rotlichter und durch Fussgängerzonen in die Innenstadt geführt wurden, sei hier nur als Ergänzung der Vollständigkeit halber erwähnt.

Entlang der Via San Lorenzo um den Palazzo Ducale bildeten sich zur Mittagszeit ungewohnt starke Fussgängerströme, um die kostbaren Raritäten aus der Nähe betrachten zu können. Entlang der Küste verlief die Routenführung am Nachmittag via Albenga nach Sanremo. Genauer in der Via Giuseppe Garibaldi warteten hunderte von Schaulustigen ab 16.30 Uhr auf die eintreffenden Rallyefahrzeuge.

Jeder Teilnehmer, welcher das Ziel in Sanremo erreicht, ist ein Gewinner. Leider gab es auch dieses Jahr, infolge technischer Defekte, einige Ausfälle zu beklagen. Anschaulich waren auch die vertretenen Nationen. So waren 11 Teams aus Russland am Start. Neben 87 italienischen Teams, schrieben sich 1 belgisches, 2 spanische, 2 französische, 1 griechisches, 4 japanische, 1 luxemburgisches, 3 holländische, 2 monegassische, 2 Rep. San Marino, 3 amerikanische, 21 schweizerische und 3 englische Teams für die diesjährige Coppa ein. Darunter auch der mehrfache Mille Miglia-Gewinner Giuliano Cané mit seiner Ehefrau.

Die Scuderia StellaLeone Svizzera, vertreten durch Norbert Vonlanten und Beat Sutter, setzte erneut den Peugeot 203 C ein. Erfreut durften wir feststellen, dass die Rennvergangenheit (Mille Miglia, Rallye Monte Carlo, Liège-Rom-Liège etc.) des Modells 203 von weiteren Piloten erkannt wurde, so nahm dieses Jahr bereits ein zweiter Peugeot 203 teil, pilotiert durch das Team Alberto Donghi und Sara Torri aus Brescia. Auch der Organisator hat sich mit der Zulassung von zwei Peugeot 203 klar zur erfolgreichen Renngeschichte von Peugeot bekannt. Vive la France!

Klassierung? Tja, nach der Winterpause sollte man vor einer Rallye etwas üben, wer dies unterlässt, den bestraft das Leben. Darum freuen wir uns bereits auf die nächste Rallye. Weitere Informationen, Teilnehmerliste mit Fahrzeugangaben und Fotos findet man auf der offiziellen Website www.milano-sanremo.it in Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch.

Beat Markus Sutter, Scuderia StellaLeone Svizzera | www.stellaleone.com

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